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Cafe Michel

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Cafe Michel heute mit Puppenmuseum

Das aus dem Jahre 1620 stammende stolze Bürgerhaus, das in Verbindung mit dem Haus von Josef Dahm, der ältesten Weinstube der Altstadt, Kallenfelsstraße Nr. 1a, dem Stadtteil am Kapuzinerkreuz mit der alten steilen Treppe und dem Klösterchen eine städtebaulich höchst interessante und wegen seiner Intimität reizvolle Note verleiht, war durch den Krieg schwer angeschlagen, aber Ende 1949, Anfang 1950 vorbildlich wieder instandgesetzt worden.

Bäckermeister Johann Baptist Michel erwarb das Anwesen, das in seiner Gesamtheit ein bauliches Kuriosum darstellte, im Jahre 1926 und löste die Fassade 1939 von ihrem Verputz. Es kam ein Fachwerk zum Vorschein, das in seiner Schönheit den anderen nicht nachstand. In der Rundung des Turmes, des einzigen neben dem Glockenturm der Pfarrkirche St. Michael noch erhaltenen Stadtturmes, wurde die Backstube eingerichtet. Das nachbarliche Anwesen des Klempnermeisters Matthias Sattelberger, das wohl ursprünglich aus einem Gädemchen entstanden ist, schmiegt sich dem Fachwerkhaus wie ein Schalbennest an.

Leider war das mächtige Fachwerkhaus am Beginn der Vorstadt gegenüber der Kapuzinertreppe, die mit ihren 77 Stufen zum ,,Klösterchen" führt, mit seinen Andreaskreuzen und Rosetten in den Brüstungsfeldern wie auch der letzte wuchtige Rundturm der ehemaligen Stadtbefestigung dahinter so baufällig geworden, daß beide am 28. März 1974 abgebrochen werden mußten.

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Cafe Michel in den 20. Jahren

Anmerkung von Franz Peter Kropp

Der Abriß des Hauses war und ist in der Stadt noch heute ein Thema. Wenn man damals den Abriß verfolgt hat, so konnte man sehen, daß das Haus wohl doch nicht so baufällig war.

Heute ist das Haus wieder aufgebaut. Der Aufbau hat sich stark an dem alten Aussehen orieniert. Hier ist ein Dank an die Fam. Willkomm zu richten, die dieses Projekt ermöglicht hat.

Schon beim Abriß des Hauses wurde das Fachwerk mit Positionen versehen und gelagert, mit dem Gedanken an einen Wiederaufbau. Dieser Gedanke war wohl nicht sehr stark, da bereits kurze Zeit später Balken des Cafe Michel an dem Anwesen Conen unweit des alten Standortes verbaut wurden.

Bis 2001war im alten neuen Cafe Michel ein Puppenmusem untergebracht. Seit dem Frühjahr 2001 wird das Gebäude wieder als Cafe genutzt.

Quelle: Bernkastel im Wandel der Zeit, Franz Schmitt

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