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Das Geburtshaus des Kardinals Nikolaus von Cues

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Cusanus Geburtshaus Sommer 1998

Das Geburtshaus befindet sich im Stadtteil Kues am Ortsausgang in Richtung Leser am Nikolausufer. Hier wurde Nikolaus von Cues 1401 geboren. Das Haus besteht allerdings nicht mehr in seiner ursprünglichen Form. Nachdem es 1570 völlig erneuert worden war, gelangte es 1681 aus dem Vermögen des St. Nikolaus-Hospitals wieder in Privatbesitz.

Nach vielen Veränderungen war es in den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts dem Verfall nahe, wurde durch die Cusanus-Gesellschaft erworben und bis 1980 vollständig renoviert, wobei die Gestaltung des Neubaues von 1570 den Maßstab darstellt. Heute ist es im Eigentum der Stadt Bemkastel-Kues und wird kulturell durch die Cusanus-Gesellschaft dargeboten.

Das Haus enthält die ständige Ausstellung "Nikolaus von Cues, 1401-1464, Leben und Werk im Bild", eine Dokumentation von Dr. Helmut Gestrich in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle Rheinland-Pfalz und der Cusanus Gesellschaft Die Ausstellung unterrichtet über die Herkunft des Nikolaus von Cues, sein Studium und seine Bildung, sein öffentliches Wirken, über sein Hospital als sichtbares Erbe und seine Schriften als geistiges Erbe. Darstellungen seiner Lebensstationen sowie seiner großen Legationsreise 1451/1452 von Professor Erich Meuthen, das Globusspiel, die Stiftungsurkunde des Hospitals und zahlreiche Faksimile-Schriften ergänzen die Dokumentation.

Die Räume des Geburtshauses dienen dem kulturellen Leben unserer Zeit: Kunstausstellungen, Religionsgespräche, Vorträge, Musik und auch Feiern aus verschiedenen Anlässen finden hier statt.

Wer das Cusanus-Geburtshaus besucht, soll eine erste Information über diese große geschichtliche Persönlichkeit erhalten, daß es sich hier nicht um einen lokal oder regional bedeutsamen Mann handelt, sondern um einen der ganz Großen der abendländischen Geschichte.

In diesem Hause hat er sein philosophisches Hauptwerk "De docta ignorantia" am 12. Februar 1440) vollendet, ein Werk, das wie ein Grenzstein zwischen Mittelalter und Neuzeit steht, das die mittelalterliche Theologie und ihr geozentrisches Weltbild ablöste durch eine Deutung des Weltbaues, die nicht nur Kopernius, Kepler und Galilei vorauseilte, sondern sich auch im Lichte der Modernen Astrophysik eines Albert Einstein dem Grund nach richtig erweist.

Quelle: Mittelmosel Touristik & Werbung GmbH

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Nachrichten an Franz - Peter Kropp