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Kröver Nacktarsch

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Mit freundlicher Genehmigung der
Druckerei Lebenstedt

Was begeistert Alte loben,
Moselwein, das edle Naß,
wollt die Kröver Jugend proben,
tief im Keller, Faß an Faß.
Der Küfer sah`s mit Bangen
und wurde grob und barsch,
er haut den kleinen Rangen
den blanken, nackten Arsch.


So lesen wir auf dem Etikett der Druckerei Lebenstedt. Es beschreibt knapp und prägnant, wie der Name entstanden sein soll:

Denn immer nur zusehen, wie sich Vater, Onkel und deren Gäste allabendlich am köstlichen Wein gütlich taten, war den Kinden doch zu wenig! Probieren durften sie das Getränk, daß im kühlen Keller aufbewahrt wurde, nämlich nicht. "Das ist noch nichts für euch" hatte Vater gesagt, "da seid ihr noch viel zu jung dafür".

So tranken die Alten, und die Jungen mußte zusehen. Eines Tages aber, als der Vater nicht da war, stahlen die kleinen Burschen ihm den Kellerschlüssel. Vorsichtig öffneten sie die schwere Kellertüre und blickten neugierig nach unten. Das also war der geheiligte Lagerraum der besagten Köstlichkeit! Sie blickten noch einmal verstohlen um, ob sie auch wirklich nicht gesehen wurden und stiegen dann endlich hinab.

Schnell war eine Flasche geöffnet. Nun noch schnell die Gläser gefüllt und dann endlich: Der Wein, der dem Vater so gut schmeckte, konnte probiert werden. Ach, wie gut dieses Naß doch schmeckte! So gut, daß sofort weitere Gläser geleert wurden. Die anfängliche Vorsicht der Rangen schwand jedoch schnell mit jedem Schluck. Ja, es ging sogar soweit, daß sie nicht mehr auf die Ruhe achteten und laut ausriefen, wie gut der Wein doch sei. Als schließlich der Küfer am Haus vorbeikam und die übermütigen Weintrinker im Keller laut singen hörte, konnte sich dieser denken, daß dort etwas nicht mit rechten Dingen zugehen konnte.

Er stieg hinab in den Keller und mußte ansehen, wie die sturzbetrukenen Lümmel inmitten geleerter und zerbrochener Flaschen saßen und fröhlich sangen. Denen mußte eine Lektion erteilt werden! Er krempelte sich die Ärmel hoch, schnappte sich den ersten der Jungs, zog ihm erst die Hose hinunter, legte ihn dann übers Knie und ließ schließlich seine flache Hand auf dessen nacktem Hinterteil tanzen. So geschah es auch mit den anderen, denn vor lauter Weingenuß kam ihnen eine Abwehr nicht mehr in den Sinn.

Dies ist wohl die bekannteste der Sagen, wie der Name "Nacktarsch" entstanden sein soll. Doch gibt es auch noch ein halbes Dutzend weiterer Geschichten:

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Nachrichten an Franz - Peter Kropp