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Das alte Gerümpel

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Veldenz Lithografi Mitte 19. Jahunderts

Als Graf Gerlach I. die Bug Veldenz erbaute, ließ er auch eine Schloßkapelle erichten. Außer dem Hauptaltar mit dem Kruzifix befand sich in ihr auch ein Manenaltar mit der Gottesmutter und dem Jesuskindlein.

Im Laufe der Jahre blätterte die Farbe von der Madonnenfigur ab. Da aber die Veldenzer Gottesmutter als wundertätig galt und die Bewohner der Burg und der Grafschaft sehr an dem alten Kunstwerk hingen, verehrte man sie wie bisher.

Nun geschah es, daß die adelsstolze Mutter eines späteren Schloßherm bei einem Besuch der Kapelle über die unschön gewordene Figur spottete und befahl:" Was soll das alte Gerümpel hier noch herumstehen? Fort damit! Doch der Sohn widemef die Anordnung seiner Mutter und die Madonna blieb auf ihrem Platz.

Wenige Tage nach diesem Vorfall erschien die Mutter Mana einer Burgbewohnerin im Traum und sagte ihr:" Weil mich die Mutter des Grafen als altes Gnimpel bezeichnete, wird sie für den Rest ihrer Tage arm und unglücklich sein".

Die Worte erfüllten sich buchstäblich. Kurze Zeit danach ließ der Sohn seine streit- und herschsüchtige Mutter aus der Burg weisen. Eine alte Kate war von jetzt an ihre Wohnung. Wenn der Sohn auch für die Nahrung und Kleidung sorgte, so starb sie doch einsam und Yerlas sen, denn jedermann mied die zanksüchtige alte Frau.

Lit: Die Grafschaft Veldenz in alten Bildern; Bd:1.1980

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Nachrichten an Franz - Peter Kropp