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Die Eingemeindung von Cues (Kues)

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Der Stadtteil Kues heute

 

Das Jahr 1905 war eines der bedeutungsvollsten in der Geschichte der Stadt. Die Eingemeindung von Cues, der Ausbau und die Inbetriebnahme der Moseltalbahn auf ihrer Gesamtstrecke von Trier bis Bullay, aber leider auch die Zerstörung eines der ältesten Häuser von Bernkastel, der alten Kurfürstlichen Kellnerei, neben der Kirche. Den ersten Anstoß zu der Eingemeindung gab am 10. Mai 1875 der damalige Bürgermeister Kunz, der von 1869 bis 1901 die Stadt verwaltete. Sei damaliger Antrag lautete auf Eingemeindung von etwa 40 ha der Gemarkung Cues, nämlich des Geländes, das von der Mosel, der Schillerstraße, der Jugendheim- und der Brüningstraße bis zur Einmündung in die Bundesstraße 53, umgrenzt wird.

Seinen Antrag begründete Bürgermeister Kunz mit dem Fehlen des nötigen Baugeländes in Bernkastel, weil dadurch die Bürger der Stadt Bernkastel gezwungen seien, in der Gemeinde Cues zu bauen, wodurch der Stadt Bernkastel erhebliche Steuerverluste entständen. Dieses Ansinnen lehnte die Gemeinde Cues mit der Begründung ab, daß für die beabsichtigte Eingemeindung kein öffentliches Interesse bestehe und betonte, daß keinerlei Bedenken beständen, wenn die Bürger von Bernkastel in Kues bauen wollten. Die Regierung Trier schloß sich dem Votum der Gemeinde Cues an und betonte, daß die Mosel trotz der neu erbauten Moselbrücke die natürliche Banngrenze bleiben müsse. Am 5. Mai 1S90 wiederholte der Stadtrat von Bernkastel den gleichen Antrag der aber wegen Aussichtslosigkeit von der Kreisbehörde nicht weitergeleitet wurde. Aber auch die Verwaltung des St. Nikolaus Hospitals hatte sich gegen die Einsendung ausgesprochen, weil dann das Hospital nicht mehr in Cues liege und der Rektor des Hospitals, der zugleich Pfarrer von Cues war, dann diese Stellung verliere. Am 17. Februar 1896 machte die Stadt Bernkastel einen erneuten Vorstoß, der aber auch wieder von dem Gemeinderat Cues abgelehnt wurde. Der Gemeinderat gab aber zu verstehen, das einige Gemeinderatsmitglieder damit einverstanden wären, wenn die ganze Gemeinde Cues mit der Stadt Bernkastel vereinigt würde. Damit war das Eis gebrochen. Am 1. Mai 1901 beschloß der Stadtrat, Bernkastel mit der gesamten Gemeinde Cues zu verbinden, nachdem sich vorher der Gemeinderat von Cues einverstanden erklärt hatte. Nach langen schwierigen Verhandlungen wurde dann am 26. März 1904 von der Stadtverwaltung und am 30. März von der Amtsverwaltung Lieser, von der bis dahin die Gemeinde Cues verwaltet wurde, der Eingemeindungsvertrag unterschrieben. Nach Anhörung aller zuständigen Behörden veröffentlichte der Landrat:

Des Königs Majestät haben durch Allerhöchsten Erlaß vom 22. Februar des Jahres zu genehmigen geruht, daß die Landgemeinde Cues im Kreise Bernkastel zum 1.April des. Jahres. der Stadtgemeinde Bernkastel in demselben Kreise einverleibt wird, und daß diese Stddtgemeinde von dem genannren Tage ab den Namen ,Bernkastel-Cues" führt.

Bernkastel, den 8. März 190fi

Der Königliche Landrat Freiherr von Hammeustein.

Die Stadt Bernkastel hatte an das Amt Lieser eine Abfindungssumme von 40 000 Mark zu zahlen. Bei der Eingemeindung am 1. April 1905 zählte die Stadt Bernkastel-Cues 4233 Einwohner.

Nach der Eingemeindung von Cues wurde das Amt Bernkastel-Land, das bisher in Personalunion mit der Stadt verwaltet worden war, abgetrennt. Kreissekretär Ziegler, der bis zur Wahl - am 8. 11. 1906 - des neuen Stadtbürgermeisters Simonis com. Stadtbürgermeister war, übernahm die Verwaltung der Bürgermeisterei Bernkastel-Land.

Quelle: Festschrift Freiwillige Feuerwehr Festbuch 1976

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Nachrichten an Franz - Peter Kropp