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Bomben auf Bernkastel - Kues |
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| zerstörte Moselbrücke 1945 |
Über drei Jahre lang blieb die Stadt alsdann von Bombenangriffen verschont, bis am 10. September 1944 Jagdbomber Bomben auf Bernkastel warfen, die Hinterm Graben, im Doktorweinberg und in der Nähe des Katholischen Vereinshauses (dem Kreishaus gegenüber) detonierten. Frau Busch erlitt durch einen Splitter Verletzungen an der Lunge.
Der Schaden im Doktonweinberg und an den Häusern war beträchtlich. Genau zwei Monate später, am 10. November 1944 in den Mittagsstunden, unternahmen Jagdbomber einen Angriff, der wohl der Brücke galt. In die Saarallee, die Friedrichstraße und Weingartenstraße des Stadtteils Cues fielen 33 Bomben, die außer einer verletzten Person nur Sachschaden verursachten.
Damals hielten sich in der Stadt 5 300 Einwohner und etwa 400 Evakuierte auf. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln war schlecht, Es fehlte besonders an Fett, Milch, Brot und Kindernahrsmitteln. Durch Ausheben eines Panzergrabens beim Mühlengraben und den Aufbau von Panzersperren an den Ortsausgängen hatte man die Stadt zur Verteidigung eingerichtet.
Der Bombenangriff vom Neujahrstag 1945 hinterließ einen kleinen Sachschaden in der Nähe der Deutschen Bank. Ein Teil der Bomben fiele in die Mosel.
Der traurigste Tag in der Stadtgeschichte des 2. Weltkrieges war der 19. Februar 1945, ein Montag. Nachdem Jagdbomber den ganzen Tag über in der Luft herumgejagt waren, setzten sie kurz nach 5 Uhr nachmittags zu einem derart plötzlichen und schweren Angriff an, daß der größte Teil der überraschten Bevölkerung nur noch in die Hauskeller flüchten konnte. Die Jabos (Jagdbomber) warfen ihre ganze Bombenlast auf die Altstadt ab, hauptsächlich auf den Bärenpütz. Dort befand sich im Heinz'schen Haus ein Luftschutzkeller, der von zahlreichen Bewohnern aufgesucht worden war. Tod und Verderben verbreitete sich in Sekundenschnelle über dem heimgesuchten Stadtgebiet. 41 Menschen kamen um, die meisten im Heinz'schen Luftschutzkeller; 24 der Toten waren Bürger der Stadt, die übrigen waren Evakuierte aus Trier und Luxemburg.
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| Zerstörtes Hotel Römischer-Kaiser und Burg Landshut |
Kaum hatte sich der erste Schrecken gelegt, folgte ein ebenso furchtbarer und schwerer Bombenangriff am Montag, dem 2. März 1945, wieder kurz nach 17 Uhr. Diesmal hatten sich die Menschen besser in Sicherheit bringen können. Dennoch waren 29 Tote zu beklagen, davon 9 Bürger aus der Stadt. Der Angriff zerstörte die ehemalige Kurfürstliche Kellerei, in der die Kreisleitung der NSDAP untergebracht war, das Hotel ,,Römischer Kaiser", Häuser in der Römerstraße, die rückwärtige Front des Rathauses sowie Geschäfts- und Privathäuser in der Burg-, Römer-, Karl- und Mandatstraße. Besonders schwer betroffen wurde das Verlagshaus der Bernkasteler Zeitung, unter dessen Trümmern ein Faktor, drei Maschinensetzer, davon zwei aus Trier, ein Handsetzer und ein Lehrling den Tod fanden. Insgesamt wurden durch die Bombenangriffe 23 Wohn- und Geschäftshäuser ganz zerstört, 35 Gebäude stark und 135 leichter beschädigt.
Zwischen dem 12. und 16. März 1945 war die Front so nahe gerückt, daß Bernkastel-Kues im Bereich der feindlichen Geschütze lag. Am 12. März gegen 16.30 Uhr fiel der erste Schuß in die Stadt, und zwar vor den Felsenkeller der Deinhardschen Gutsverwaltung, der als Luftschutzkeller eingerichtet war und in welchem sich ein großer Teil der Bevölkerung aus dem Stadtteil Bernkastel aufhielt, um gegen die Bedrohung aus der Luft, die in diesen Tagen bei Tag und Nacht anhielten, geschützt zu sein. Ihm fielen wiederum fünf Personen zum Opfer:
Quelle: Bernkastel im Wandel der Zeit Franz Schmitt